Ergebnis Umfrage zu HRM2

Auswertung der Umfrage zur neuen Rechnungslegung HRM2

 

Hohe Zustimmung zu Positionspapier

Das Umfrageergebnis zum Positionspapier ist eindeutig - mehr als 80 Prozent unterstützen die Aussagen des Vorstandes. Mit Ausnahme des Themas Restatement gibt es zu den einzelnen Aussagen eine sehr hohe Zustimmung. Rund die Hälfte der Aktivmitglieder, welche an der Umfrage teilgenommen haben, befürwortet ein Restatement – die übrigen lehnen dies ab. Der Vorstand wird sich weiterhin für eine praxisnahe Umsetzung der Bestimmungen von HRM2 einsetzen und die Interessen der Mitglieder vertreten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Koordination der Aus- und Weiterbildung.

Die sechs Aussagen zum Positionspapier

In absehbarer Zeit wird in den zürcherischen Gemeinden, die Zustimmung des Kantonsrates beziehungsweise der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zum totalrevidierten Gemeindegesetz vorausgesetzt, HRM2 eingeführt. Für Finanz­politikerinnen, Finanzpolitiker sowie Finanzfachleute bedeutet dies eine grosse Umstellung mit ent­sprechenden Auswirkungen auf die Rechnungslegung. Der Vorstand des VZF setzt sich deshalb schon seit längerer Zeit aktiv und vertieft mit den neuen Rech­nungslegungs­nor­men auseinander. Der Vorstand begrüsst die stärkere Anlehnung an das «true and fair view-Prinzip». Es ist in seinem Interesse, die Vermögens- und Ertragslage in den Gemeindehaus­hal­ten so transparent als möglich darzustellen. Als Leit­linie für die weiteren Aktivitäten betreffend HRM2 wurde ein Positionspapier erarbeitet. Dieses beinhaltet die folgenden Aussagen:

Im Rahmen einer internetbasierten Befragung hat der Vorstand seine Aktivmitglieder anfangs Sommer 2012 befragt. 77 Finanzfachleute haben die Befragung ausgefüllt. Eine Arbeitsgruppe des VZF hat die Ergebnisse der Umfrage ausgewertet und arbeitet nun darauf basierend Massnahmen aus.

Restatement ist umstritten

Die Befragten unterstützen das Positionspapier des VZF. Lediglich 13 Prozent der Antworten lehnen dieses ab. Mit Ausnahme des Restatements werden die obigen Einzelaussagen des Positionspapiers zu mindestens 85 Prozent unterstützt. Einzig beim Thema Restatement unterstützt rund die Hälfte der Befragten eine Neubewertung – die übrigen lehnen dies ab. Nach der Frage, nach welcher Met­hodik die Anlagen neu zu bewerten sei, unterstützen rund 40 Prozent die zurzeit vom Gemeindeamt beabsichtigte Variante eines Restatements der Anlagen seit 1986, die übrigen lehnen eine Neube­wer­tung ab oder schlagen Alternativen vor. Die ablehnende Haltung gegenüber dem Restatement ist erstaunlich – wenn man diese mit der 80 prozentigen Befürwortung zur Einführung einer Anlagebuchhaltung vergleicht.

Aus den Kommentaren kann man häufig eine Skepsis gegenüber HRM2 ent­neh­men. Häufig genannt wurden die Angst vor Bürokratie und einige hinterfragen die Notwendigkeit zur Einführung eines neuen Systems – nachdem mit HRM1 eine erfolgreiche Finanzpolitik erfolgte.

Abschliessend kann man festhalten, dass die Finanzfachleute den Paradigmen­wech­sel mit der Umstellung auf das «true and fair view-Prinzip» unterstützen. Sie sind bereit, die Änderungen zu vollziehen - stehen diesen jedoch teilweise auch kritisch gegenüber.

Bedarf nach Schulung ist am grössten

Bei der Frage nach dem Unterstützungsbedarf besteht bezüglich eines Schulungsangebots das grösste Bedürfnis. Rund 75 Pro­zent wünschen eine zentrale Anlaufstelle betreffend Fragen zu HRM2, und der Versand eines re­gel­mäs­sigen Newsletters würde ebenfalls sehr geschätzt. Ein geringer Be­darf besteht bei der Ko­ordi­na­tion von regionalen Erfahrungsaustauschtreffen sowie dem Aufbau einer Wissensplattform. Mit Aus­nahme eines Mitgliedes könnten sich die Aktivmitglieder vorstellen, dass das Gemeindeamt in Zukunft nur noch ein elektronisches Handbuch zur Verfügung stellt.

Eine Erhöhung des Beitrages können die meisten Mitglieder unterstützen. Ob der Beitrag je Mitglied oder nach Gemeindegrösse erhoben wird, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Aus den Kom­men­­taren geht hervor, dass die Beitragserhöhung nur für eine beschränkte Zeitdauer erfolgen soll und mehrere Stimmen plädieren dafür, vorerst das Eigenkapital des Verbandes abzubauen.

 

 

 

 

 

Details Umfrageergebnis HRM2: Auswertung



Verband Zürcher Finanzfachleute
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